»Andreas, denkst du noch, wieviel wir ihm schuldig sind?«
»Wenn ich's vergesse, so will ich von einem Hund die Augen leihen, denn mit den meinigen werde ich nicht mehr wagen, einen braven Menschen anzusehen.«
»Andreas, du darfst ihn nicht so lassen!«
»Warum nicht?«
»Reise zu ihm.«
»O welch ein braves Frauenherz, was für ein braves Weib!« rief Charlamp, ergriff die Hände der Frau Kmiziz und bedeckte sie mit Küssen.
Aber Kmiziz wollte der Rat nicht gefallen. Er schüttelte den Kopf und sagte:
»Ich würde um seinetwillen bis ans Ende der Welt reisen ... aber du weißt doch selbst, wenn du gesund wärst, dann sagte ich nichts, aber du weißt doch selbst! Verhüte Gott irgend einen Schrecken, einen Zufall, ich verginge vor Unruhe.... Die Frau geht über den besten Freund; mir tut es weh um Michael, aber du weißt doch selbst!«
»Ich bleibe unter dem Schutze der Laudaer Väter hier zurück. Jetzt ist's hier ruhig, und ich erschrecke ja auch nicht bei jeder Kleinigkeit. Ohne Gottes Wille fällt mir kein Haar vom Haupte, und Herr Michael braucht dort vielleicht Hilfe.«