»Viel habe ich im Leben durchgemacht,« versetzte der Ritter, — »mein Ehrenwort.«
Da schloß Sagloba ihn in die geöffneten Arme.
»Ketling, laß deinem Herzenswunsche freien Lauf, soviel du willst! Ich habe dich nur erproben wollen; nicht Fräulein Drohojowska: den kleinen Heiducken haben wir für Michael bestimmt.«
Ketlings Antlitz leuchtete in aufrichtiger, tiefer Freude auf; er umarmte Sagloba, hielt ihn lange an seiner Brust und fragte endlich:
»Ist es gewiß, daß sie sich lieben?«
»Wer würde meinen kleinen Heiducken nicht lieben, wer?« entgegnete Sagloba.
»So ist die Verlobung schon gewesen?«
»Die Verlobung ist noch nicht gewesen, denn Michael hat sich kaum von seiner Trauer freigemacht; aber sie wird sein ... überlaß das nur mir. Das Mädchen ist ihm — sie mag sich auch wie ein Wiesel drehen und wenden — höchlich geneigt, denn bei ihr gilt der Säbel.«
»Das habe ich bemerkt, bei Gott!« unterbrach ihn Ketling, vor Freude strahlend.
»Ha, hast du's bemerkt? Michael beweint noch immer die andere, aber wenn's ihm eine antut, so ist es sicher der kleine Heiduck, denn sie ist der anderen mehr ähnlich, nur daß sie weniger mit den Augen wirft, weil sie jünger ist. Das fügt sich alles gut, nicht wahr? Ich bin überzeugt, zur Wahl haben wir zwei Hochzeiten.«