»Kann ich es ahnen, was meiner dort harrt,« antwortete Ketling, »welche Angelegenheiten, welche Abenteuer? Ich werde einmal zurückkehren, wenn ich es können werde; ich werde ewig dort bleiben, wenn ich müssen werde.«

»Du wirst sehen, das Herz wird dich zu uns ziehen.«

»O, wäre mein Grab nirgends anders als in diesem Lande, das mir alles gab, was es mir geben konnte.«

»Siehst du, in anderen Landen bleibt der Fremde bis an seinen Tod ein Stiefkind; unsere Mutter aber streckt dir gleich die Arme entgegen und drückt dich an ihre Brust wie das eigene Kind.«

»Wahr, sehr wahr, ach! Wenn ich nur könnte!... Denn alles kann ich im alten Vaterland finden, nur das Glück finde ich nicht.«

»Ha, hab ich's dir nicht gesagt: Mache dich ansässig, nimm ein Weib! — du wolltest nicht hören; und hättest du ein Weib, du müßtest wiederkehren, wenn du auch fortgingst, es sei denn, daß du auch dein Weib durch die empörten Wogen führen wolltest, und das nehme ich nicht an. Und ich habe dir den Vermittler gemacht; was, du wolltest nicht hören!«

Und Sagloba begann aufmerksam Ketlings Züge auszuforschen, um aus ihnen eine Erklärung zu lesen; aber Ketling schwieg, er senkte nur den Kopf und heftete die Augen auf die Erde.

»Nun, was sagst du darauf?«

»Es war keine Möglichkeit dazu vorhanden,« versetzte der junge Ritter langsam.