»Ja, hierin sowohl wie auch in anderer Hinsicht, denn in Kurland, an der äußersten Grenze der Smudz, fand ich einen Mann, einen Namensvetter von mir, der mich adoptiert hat, der mich in sein Wappen aufnahm und mich mit Vermögen beschenkt hat. Er wohnt in Swienta in Kurland; aber auch hier hat er ein Besitztum, Schkudi, das er mir überlassen hat.«
»Segne es dir Gott! So hast du also das Kriegshandwerk aufgegeben?«
»Wenn etwas vorkommt, so stelle ich mich unbedingt wieder. Darum habe ich auch das Gütchen in Pacht gegeben und warte hier auf eine Gelegenheit.«
»Das nenne ich Rittertum! Ganz wie ich, als ich jung war, obgleich ich auch jetzt noch Mark in den Beinen habe. Was machst du hier in Warschau?«
»Ich bin Reichsbote.«
»Bei den Wunden des Heilands, so bist du mit Leib und Seele Pole!«
Der junge Ritter lächelte; »ja, auch mit der Seele.«
»Bist du verheiratet?«
Ketling seufzte: »Nein.«
»Das allein fehlt dir. Halt, warte mal! Ob du wohl noch die alte Neigung zu Fräulein Billewitsch in der Erinnerung hast?«