»Da Ihr doch darum wißt, obwohl ich glaubte, es sei nur mein Geheimnis, so will ich Euch sagen, daß mir nie eine andere Neigung ...«

»Schlagt Euch das aus dem Sinne! Sie wird in kurzer Zeit der Welt einen kleinen Kmiziz schenken. Das müßt Ihr Euch aus dem Sinne schlagen! Was nutzt das Seufzen, wenn es ein anderer besser mit ihr meint. In Wahrheit ist das auch lächerlich!«

Ketling richtete seine träumerischen Augen empor.

»Ich sagte nur, daß ich keine neue Neigung gefaßt habe.«

»Das kommt schon, sei unbesorgt; wir werden dich verheiraten. Ich weiß es aus eigener Erfahrung, daß übermäßige Beständigkeit in Liebesdingen nur Kummer macht; weil ich meiner Zeit beständig war wie ein Troïlus, ist mir eine Menge von Vergnügen, eine Menge guter Gelegenheiten entgangen, — und was habe ich mich abgehärmt!«

»Erhalte Gott jedem eine so joviale Laune, wie Ihr sie Euch trotzalledem bewahrt habt!«

»Weil ich immer in Bescheidenheit gelebt habe, darum kneipt's mich nicht in den Knochen. Wo wohnst du? Hast du ein Unterkommen gefunden?«

»Ich habe ein bequemes Häuschen nach Mokotow zu, das ich mir nach dem Kriege erbaut habe.«

»Da bist du glücklich. Ich fahre schon seit gestern vergeblich in der ganzen Stadt umher.«

»Bei Gott, Freund, Ihr dürft es mir nicht abschlagen, bei mir zu wohnen! Raum ist genug. Außer dem Herrenhäuschen ein Hinterhaus, ein bequemer Stall, da finden Knecht und Pferde ein Unterkommen.«