Herr Muschalski aber, der ein schnelles Urteil hatte, sagte sogleich:
»Zunächst müssen wir Gott danken, daß so schändliche Machenschaften aufgedeckt wurden, und dann sechs Dragoner zu Asya abkommandieren und ihm eine Kugel durch den Kopf schießen lassen.«
»Dann nur einen anderen Hauptmann ernennen,« fügte Herr Nienaschyniez hinzu. »Der Verrat ist so offenbar, daß gar kein Irrtum möglich ist.«
Hier setzte Wolodyjowski hinzu:
»Zunächst müssen wir Asya ausforschen, dann will ich dem Herrn Hetman von diesen Ränken Kenntnis geben, denn wie mir Herr Bogusch von Siembiz gesagt hat, liegen die Lipker dem Kronmarschall sehr am Herzen.«
»Aber Euch,« sagte Motowidlo zu dem kleinen Ritter gewandt, »steht die ganze Gerichtsbarkeit Asya gegenüber zu, denn er war nie ein Adelsgenosse.«
»Mein Recht kenne ich,« versetzte Wolodyjowski, »Ihr braucht es mir nicht in Erinnerung zu bringen.«
Da begannen die anderen: »Er soll uns vor die Augen geführt werden, dieser Kuppler, dieser Verräter!«
Die lauten Rufe weckten Herrn Sagloba, der ein wenig eingeschlummert war, was ihm jetzt sehr häufig begegnete; er erinnerte sich schnell, wovon die Rede war und sagte:
»Nein, Herr Snitko, der Mond in Eurem Wappen hat sich verborgen, aber Euer Witz hat sich noch mehr verborgen, denn auch mit Licht wird ihn niemand finden. Zu sagen, daß ein Hund, canis fidelis, ein Verräter sei, und ein Wolf kein Verräter — ich bitt' Euch, Ihr seid schon ganz um Euren Verstand gekommen!«