»O, du kleines Mäuschen, wir kennen dich! Nicht um Asya ist dir's zu tun: du möchtest gern in die Steppe hinaus und dich am Kampf erfreuen. Daraus wird nichts.«

Und er küßte sie ein über das anderemal auf den Mund.

»Die Mehrzahl ist maßgebend,« sagte Sagloba mit Würde.

Inzwischen saß Asya mit dem Lipkischen Boten in seinem Quartier; sie sprachen leise. Sie saßen so nahe nebeneinander, daß ihre Stirnen sich fast berührten. Eine Kerze von Schafstalg brannte auf dem Tische und warf ihr gelbes Licht auf Asyas Gesicht, das trotz seiner Schönheit geradezu schrecklich war, denn es malte sich in ihm Haß, Grausamkeit und wilde Freude.

»Halim, höre,« flüsterte Asya.

»Effendi!« antwortete der Bote.

»Sage Krytschynski, daß er klug ist, denn im Briefe war nichts, was mich hätte vernichten können. Sag' ihm, daß er klug ist, daß er nie deutlicher schreibe! Sie werden mir jetzt noch mehr vertrauen — alle ... der Hetman selbst, Bogusch, Myslischewski, das ganze Kommando hier — alle! Hörst du? — Daß sie die Pest erwürge!«

»Ich höre, Effendi!«

»Aber erst muß ich nach Raschkow und dann hierher zurückkommen.«

»Effendi, der junge Nowowiejski wird dich erkennen.«