»Er wird mich nicht erkennen; er hat mich schon bei Kalnik gesehen, bei Brazlaw, und hat mich nicht erkannt. Er sieht mich an, runzelt die Brauen, aber erkennt mich nicht. Er war fünfzehn Jahre alt, als er von Hause entfloh; achtmal hat der Winter seit jener Zeit die Steppen mit Schnee bedeckt, ich habe mich verändert. Der Alte würde mich erkennen, aber der Junge nicht ... Aus Raschkow geb' ich dir Nachricht. Krytschynski soll bereit sein und sich in der Nähe halten; mit den Perkulaben müßt Ihr im Einverständnis sein; in Jampol ist auch eine Fahne von uns voraus. Dem Bogusch werde ich einreden, daß er beim Hetman für mich eine Ordonnanz erwirke, damit es mir von dort aus leichter sei, den Krytschynski herüberzubringen. Aber hierher muß ich zurückkommen ... ich muß. Ich weiß nicht, was geschehen wird, wie es sich machen wird ... Ein Feuer glüht in mir, in der Nacht flieht mich der Schlaf ... Wäre sie nicht, ich wäre gestorben.«

»Gesegnet seien ihre Hände!«

Asyas Lippen begannen zu beben und sie flüsterten, zu dem Lipker hingeneigt, wie in Fieberglut:

»Halim, gesegnet seien ihre Hände, gesegnet ihr Haupt, gesegnet der Boden, auf den sie tritt. Hörst du, Halim, sage ihnen dort, daß ich schon genesen bin — durch sie ...«

11. Kapitel.

Der Priester Kaminski, der in jungen Jahren Soldat und ein Herr von ritterlichen Sitten gewesen war, saß in Uschyz, um die Pfarre wieder instand zu setzen. Da aber die Kirche in Trümmern lag, und es an Pfarrkindern fehlte, fuhr dieser Seelenhirt ohne Herde häufig nach Chreptiow hinüber, saß dort ganze Wochen lang und erbaute die Ritterschaft mit frommen Lehren. Er hatte aufmerksam die Erzählungen des Herrn Muschalski mit angehört und begann einige Abende später zu den Versammelten: