Inzwischen ging Sagloba auf die Seite, erfaßte seine Feldflasche, goß Branntwein auf seine Hand und begann Bärbchens Schläfen damit zu reiben; dann hielt er die Feldflasche an ihren Mund, und das wirkte sofort, denn ehe die anderen mit dem Wasser herankamen, hatte sie die Augen geöffnet und begann mit dem Munde nach Luft zu schnappen. Sie hüstelte dabei ein wenig, denn der Branntwein hatte ihre Kehle angegriffen. In wenigen Minuten war sie völlig zu sich gekommen.

Wolodyjowski drückte sie, ohne auf die Offiziere und Soldaten zu achten, an seine Brust und bedeckte ihre Hände mit Küssen.

»Du mein Teuerstes!« sagte er, »ist dir nichts? Tut dir nichts weh?«

»Nichts!« antwortete Bärbchen; »aha, ich sehe jetzt, eine Ohnmacht hatte mich erfaßt, weil mein Pferd mit mir gestrauchelt ist ... Ist die Schlacht schon vorüber?«

»Ja, vorüber! Asba-Bey ist erschlagen. — Kehren wir jetzt schnell zurück, denn ich fürchte, daß du mir krank wirst von der Anstrengung.«

»Ich fühle gar keine Ermüdung,« sagte Bärbchen.

Dann sah sie die Anwesenden scharf an und bewegte lebhaft ihre Nasenflügel.

»Denkt nur nicht, meine Herren, daß ich aus Furcht geflohen, oho, das ist mir im Traume nicht eingefallen! So wahr ich Michael liebe, ich bin nur so zum Vergnügen vor ihnen hergerannt; dann habe ich auf sie geschossen.«

»Von diesen Schüssen ist ein Pferd getroffen, und den Kerl haben wir lebendig eingefangen,« warf Sagloba ein.