Und Bärbchen schüttelte ihr blondes Haar.

»Nicht mein Kopf glüht, sondern diesen Frauen glüht das Herz vor Leid.«

»Niemand wird deinem edlen Wunsche entgegen sein,« sagte Wolodyjowski, »wir müssen nur vorher genau die Mitteilungen der Frau Boska hören.«

»Sophie, erzähle du alles, wie es war, denn ich kann vor Tränen nicht,« sagte die Matrone. Sophie senkte die Augen zu Boden, indem sie sie ganz mit den Lidern verdeckte; dann errötete sie wie eine Kirsche und wußte nicht, wie sie beginnen sollte. Sie war sehr verschämt, da sie in einer so zahlreichen Versammlung das Wort nehmen sollte.

Aber Frau Wolodyjowski kam ihr zu Hilfe.

»Sophiechen, wann wurde Herr Boski in die Gefangenschaft geführt?«

»Fünf Jahre sind es her: im Jahre 1667,« antwortete Sophie mit ihrem zarten Stimmchen, ohne ihre langen Wimpern zu erheben.

Und dann fuhr sie schon in einem Atem fort:

»Man hörte damals noch nichts von Einfällen, und Papas Fahne stand bei Paniowze. Papa und Herr Bulajowski hatten die Aufsicht über die Knechte, die auf den Wiesen die Herden hüteten. Da aber kamen die Tataren auf dem walachischen Wege und umringten mein Väterchen und Herrn Bulajowski. Herr Bulajowski aber ist schon vor zwei Jahren zurückgekehrt, und Papa ist noch nicht wiedergekommen.«

Hier flossen zwei kleine Tränen über Sophiens Wangen, Herr Sagloba war von dem Anblick sehr gerührt.