»Die arme, liebe Unschuld!« sagte er. »... Fürchte dich nicht, Kind, Väterchen wird wiederkommen und wird noch auf deiner Hochzeit tanzen.«
»Und der Hetman hat an den Herrn Slotnizki durch Piotrowitsch geschrieben?« fragte Herr Michael.
»Der Herr Hetman hat an den Herrn Schwertträger von Posen durch Herrn Piotrowitsch Väterchens wegen geschrieben,« fuhr Sophie fort, »und der Herr Schwertträger und Herr Piotrowitsch haben Väterchen bei dem Aga, dem Murza-Bey, gefunden.«
»Beim Himmel, diesen Murza-Bey kenne ich! Mit seinem Bruder lebe ich in Bruderschaft,« rief Wolodyjowski, »hat er Herrn Boski nicht herausgeben wollen?«
»Es war ein Befehl vom Khan gekommen, Väterchen herauszugeben, aber der grausame, entsetzliche Murza-Bey hat Väterchen versteckt, und Herrn Piotrowitsch gesagt, daß er ihn schon vor langer Zeit nach Asien verkauft habe. Aber die anderen Gefangenen sagten Herrn Piotrowitsch, daß dies nicht wahr sei, und daß der Mirza[G] nur absichtlich so spreche, um Väterchen noch länger zu quälen, denn er ist von allen Tataren am grausamsten gegen die Gefangenen. Vielleicht war Väterchen damals nicht in der Krim, denn Murza hat seine Galeere und braucht die Leute zum Rudern. Aber verkauft war Väterchen nicht, das sagten alle: Murza tötet lieber einen Gefangenen, als daß er ihn verkaufe.«
»Ja, das ist bekannt,« sagte Muschalski, »diesen Murza Aga-Bey kennt man in der ganzen Krim; ... er ist sehr reich, dieser Tatarenhund, und furchtbar gehässig gegen unser Volk, weil vier seiner Brüder im Kampfe gegen uns gefallen sind.«
»Und ist niemand unter uns, der mit ihm Bruderschaft hält?« fragte Wolodyjowski.
»Das ist sehr zweifelhaft,« antwortete man von allen Seiten.