Von der lebhaften Bewegung seiner Nasenflügel wurde auch sein Schnurrbart hin und her bewegt, und unter ihm traten die weißen Eckzähne hervor, ganz wie bei einem wütenden Eber.

Die Offiziere standen im Kreis umher, Bärbchen war zwischen Mellechowitsch und Nowowiejski gesprungen.

»Was bedeutet das?« fragte sie und runzelte die Brauen.

Ihr Anblick beruhigte die Gegner ein wenig.

»Herr Kommandant,« sagte Nowowiejski, »das heißt, daß dieser Mann, mit Namen Asya, mir gehört und ein Flüchtling ist. Da ich in jungen Jahren in der Ukraine diente, fand ich ihn halb tot in der Steppe und nahm ihn an mich. Er ist ein Tatar; zwanzig Jahre habe ich ihn in meinem Hause großgezogen, mit meinem Sohne habe ich ihn unterrichtet. Als mein Sohn entfloh, half er mir in der Wirtschaft, bis er mit Evchen Liebeleien begann. Als ich das merkte, ließ ich ihn peitschen; später lief er davon. Wie nennt er sich hier?«

»Mellechowitsch.«

»So hat er sich einen Namen angeeignet. Asya heißt er, nicht anders. Er sagt, er kenne mich nicht? Ich aber kenne ihn, und Eva kennt ihn auch.«

»Um des Himmels willen,« sagte Bärbchen. »Euer Sohn hat ihn doch so oft gesehen, wie kam's, daß er ihn nicht erkannte?«

»Als mein Sohn aus dem Hause entfloh, waren sie beide fünfzehn Jahre alt, und dieser hier hat noch sechs Jahre bei mir gesteckt. In dieser Zeit hat er sich sehr verändert, ist gewachsen und hat einen Bart bekommen. Aber Evchen hat ihn sofort erkannt. Ich bitt' Euch, werte Herren, so schenkt doch eher einem Landsmann Glauben, als diesem Abenteurer aus der Krim.«

»Herr Mellechowitsch ist des Hetmans Offizier,« sagte Bärbchen, »wir haben kein Anrecht an ihn.«