»Gestattet, daß ich ihn ausfrage, audiatur et altera pars,« bemerkte der kleine Ritter.

Herr Nowowiejski aber verfiel in rasende Wut.

»Herr Mellechowitsch! Ein schöner Herr — mein Knecht, der sich einen fremden Namen angemaßt hat! Morgen mache ich diesen »Herrn« zu meinem Hundejungen, übermorgen lasse ich diesem Herrn die Peitsche geben, und daran wird der Herr Hetman selber mich nicht hindern, denn ich bin ein Edelmann und kenne meine Rechte.«

Wolodyjowski verzog den Mund und sagte in strengem Tone:

»Und ich bin nicht nur ein Edelmann, sondern auch Kommandant, und auch ich kenne meine Rechte. Euren Leibeigenen könnt Ihr auf dem Wege des Rechts zurückfordern, und Ihr könnt auf die Entscheidung des Hetmans einwirken, — aber hier befehle ich und kein anderer.«

Nowowiejski mäßigte sich bald; er bedachte, daß er nicht nur zu dem Kommandanten, sondern auch zu dem Vorgesetzten seines eigenen Sohnes und zu dem berühmtesten Ritter der Republik sprach.

»Herr Kommandant,« sagte er in milderem Tone, »ich werde ihn gegen Euren Willen nicht nehmen; ich spreche nur mein Recht aus, und ich bitte, daß mir Glauben geschenkt werde.«

»Mellechowitsch, was hast du dazu zu sagen?« fragte Wolodyjowski.

Der Tatar schlug die Augen zu Boden und schwieg.