»Wie das?«

»Nun, er entführt dich. Man sagt, er verstehe keinen Scherz ... Blut von Tuhaj-Bey ... Ihr laßt euch bei dem ersten besten Priester unterwegs trauen ... wo anders bedarf es einer öffentlichen Ankündigung, der Geburtszeugnisse, Zustimmung; aber hier in diesen wilden Gegenden geht alles auf tatarische Art.«

Evchens Züge hellten sich auf.

»Das eine fürcht' ich: Asya ist zu allem bereit, das fürcht' ich!« sagte sie.

Bärbchen aber wandte ihren Kopf, sah sie scharf an und brach endlich in ihr anmutiges, kindliches Lachen aus.

»Das fürchtest du gerade so, wie die Maus den Speck, o, man kennt dich!«

Evchen, die schon von der kühlen Luft rotwangig war, errötete noch mehr und antwortete:

»Den väterlichen Fluch würde ich fürchten, und ich weiß, Asya achtet nichts.«

»Sei guten Mutes!« sagte Bärbchen darauf, »außer mir hast du noch den Bruder zu Hilfe. Wahre Liebe gelangt immer zum Ziele; Herr Sagloba hat mir das gesagt zu einer Zeit, als Michael noch nicht im entferntesten an mich dachte.«