»So könnte auch ich mich mit jedem messen?«

»Ei gewiß, aber du wirst dich nicht messen, denn ich nehme dich nicht mit!«

»Wenigstens mit einem im Leben! Weißt du, Michael, wenn du hinausgehst vor die Mauern, habe ich gar keine Furcht; ich weiß, daß dir niemand etwas anhaben kann ...«

»Aber können sie mich nicht totschießen?«

»O, sprich nicht so, — lebt denn der liebe Gott nicht? Niederstechen wirst du dich nicht lassen, das ist die Hauptsache.«

»Wenn einer oder zweie kommen, gewiß nicht.«

»Auch dreie nicht, Michael, auch vier nicht.«

»Auch viertausend nicht,« sagte Sagloba ironisch. »Wenn du wüßtest, Michael, was sie angegeben hat während der ganzen Erzählung des Kämmerers. Ich habe geglaubt, ich müsse bersten vor Lachen. Wahrhaftig, mit der Nase arbeitete sie wie eine Ziege, und den Weibern sah sie ins Gesicht, einer nach der anderen, ob sie auch genügend entzückt seien.«

Der kleine Ritter streckte sich nach dem Essen ein wenig hin, denn er war übermüde. Plötzlich rief er seine Gattin zu sich und sagte:

»Meine Wohnung im Schloß ist schon hergerichtet, aber ich mag nicht gern dahin zurück ... Bärbchen, ich bleibe lieber hier ...«