22. Kapitel.

Am anderen Morgen in der Dämmerung ritt der kleine Ritter nach Kniahin, wo er ein Treffen mit den Spahis hatte, und Bulik-Pascha, einen berühmten türkischen Krieger, gefangen nahm. Der ganze Tag ging ihm bei der Arbeit auf dem Schlachtfeld hin, ein Teil der Nacht im Kriegsrat bei Herrn Potozki, und erst, als die Hähne krähten, legte er sein Haupt zum Schlummer nieder. Aber kaum war er in Schlaf gesunken, als ihn der Donner der Geschütze weckte; gleichzeitig trat Pientka, ein Smudzer Knecht und treuer Diener Wolodyjowskis, in das Gemach. »Herr,« rief er, »der Feind ist vor der Stadt!«

Der Ritter sprang auf.

»Was für Geschütze sind das?«

»Die Unsrigen reizen die Heiden; ein bedeutender Vortrab ist da, der das Vieh auf den Feldern raubt.«

»Janitscharen oder Reiterei?«

»Reiterei, Herr, lauter Schwarze; sie scheuchen sie mit dem Kreuze fort, denn Gott weiß, ob es nicht Teufel sind.«

»Teufel oder nicht, wir müssen hin,« antwortete der kleine Ritter. »Du laufe zur Herrin und sage ihr, daß ich im Felde bin. Wenn sie aufs Schloß kommen will, um zuzusehen, so kann sie kommen, aber mit Herrn Sagloba, denn ich baue auf seine Klugheit.«