»Mich auch, aber es ist jetzt nicht Zeit.«

»Bah,« sagte Wolodyjowski, »auch unsere armen Frauen müssen in Sorge sein; bei solchen Gedanken flieht uns der Schlaf.«

»Sie beten für uns,« sagte Ketling und richtete die Augen auf die vorüberfliegenden Granaten.

»Schenke Gott der meinen und der deinen Gesundheit! Unter allen Frauen,« begann Ketling, »gibt es keine ...«

Er beendete seine Rede nicht, denn plötzlich wandte sich der kleine Ritter dem Innern des Schlosses zu und schrie mit lauter Stimme: »Um Gottes willen, was seh' ich!«

Und er tat einen weiten Satz. Ketling sah sich erstaunt um; in der Entfernung von einigen Schritten sah er auf dem Schloßhofe Bärbchen in Begleitung Saglobas und des Smudzers Pientka.

»An die Mauer, an die Mauer!« schrie der kleine Ritter und zog sie, so schnell er konnte, unter die Turmzinnen. »Um des Himmels willen!...«

»Ha!« sagte Sagloba keuchend und in abgerissenen Worten, »werde du mal fertig mit der! — Ich bitte sie, ich rede ihr zu: du richtest mich und dich zugrunde! — ich kniee — alles hilft nichts! Sollte ich sie allein gehen lassen, wie?... Uff! Es hilft gar nichts —: Ich will hingehen ... was soll ich tun?«

Auf Bärbchens Antlitz lag die Angst, und ihre Lider bebten wie vor dem Weinen. Nicht die Granaten fürchtete sie, nicht das Donnern der Kanonen, nicht die umherfliegenden Steine, sondern den Zorn ihres Gatten, und sie faltete ihre Hände wie ein Kind, das Strafe fürchtet, und rief mit schluchzender Stimme: