D. A. Thomas war ein kaufmännischer Abenteurer von der Art, die das britische Weltreich aufgebaut hat. Er war mehr als das — er war ein unabhängiger Denker.
Er war so unabhängig, daß er noch nicht seinem vollen Werte nach gewürdigt worden ist, wie Sie beim Lesen der folgenden kurzen Skizze seiner Laufbahn sehen werden.
Er wurde vor 70 Jahren in einem kleinen Dorfe in Wales, dessen Namen ich nicht buchstabieren kann, geboren. Sein Vater war ein Krämer, der ein Kohlengeschäft angefangen hatte und dies sehr bedauerte.
Man erzählt, daß sein Vater vor seinem Kohlenlager stand und sich von seinen Verlusten sehr bedrückt fühlte, als ein Nachbar mit der Nachricht zu ihm kam: »Es ist ein Junge.«
»Gut«, sagte der Vater. »Ich weiß zwar nicht, was aus ihm werden soll. Für uns gibt es nur noch das Armenhaus.«
Der junge D. A. war anfangs ein zarter Knabe, aber er trainierte sich zu einem Athleten. Er wurde ein guter Geher, Schwimmer und Radfahrer. Er war auch ein geschickter Boxer, und ungeachtet seiner Kurzsichtigkeit wurde er Mittelgewichts-Champion von Cambridge.
Er war immer mutig. Als junger Bursche gewann er die Medaille der »Royal Humane Society« für eine Lebensrettung. Er sprang in einen eisigen See und zog einen Mann aus dem Wasser.
Als er 21 Jahre alt war, starb sein Vater, und er begann ein selbständiges Geschäft. Mit 26 Jahren heiratete er Sybill Haig, die Tochter eines Kohlenbergwerksbesitzers. Sie hatten ein Kind, die gegenwärtige Viscountesse Rhondda, die jetzt die weitausgedehnten Interessen ihres Vaters verwaltet.
D. A. beschäftigte sich mit Politik nicht weniger als mit dem Geschäft. Aber als Politiker hatte er keinen Erfolg, oder besser gesagt, er war nicht der Mann, sich in den schlüpfrigen Winkelzügen des Parlaments zurecht zu finden.
Er war ein Liberaler, aber er ließ sich durch keine Führung beeinflussen. Er war kein angestelltes Parlamentsmitglied mit dem Namen seines Meisters auf seinem Halsband.