Er kam gerade rechtzeitig zurück, um die tragischen Neuigkeiten des »Black Hole« (Das schwarze Loch) von Kalkutta zu hören. Ein bengalischer Nabob hatte 146 Engländer in einen Kerker von zwanzig Quadratfuß geworfen. Nur dreiundzwanzig überlebten es.

Clive wartete nicht auf Befehle oder auf die Unterschrift formeller Anordnungen. Er ging sofort zur Tat über. Er sammelte dreitausend Leute und griff den Nabob an. Der Nabob hatte eine Armee von achtundfünfzigtausend. Es kam zu einer heftigen Schlacht, in der 19 : 1 gegen Clive standen.

Clive zog sich nicht etwa zurück, um in gewandtem literarischen Stil ein Buch zu schreiben und die Technik seiner Niederlage zu begründen.

Er nahm den Kampf auf und siegte. Er zerschmetterte die Armee des Nabob. Sie hatte Elefanten in ihrer Front, die bei ihrer Umkehr und Flucht die eigenen Massen der Eingeborenen niedertraten.

Das war die Schlacht von Plassey.

Der Nabob wurde gefangen und innerhalb einer halben Stunde hingerichtet. Von diesem Augenblick an war Indien britisch.

Hätte Clive gewollt, so hätte er Kaiser von Indien werden können. Er hätte seine Siege zu seinen eigenen Gunsten ausnützen, er hätte eine Dynastie und eine Flagge begründen können.

Er tat es nicht. Wahrscheinlich kam ihm niemals der Gedanke. Er fühlte sich als Engländer und er handelte für England.

Durch den Sieg von Plassey wurde er der Meister der Schätze von Bengalen. Er hatte die Macht, sich ihrer zu bedienen, und er nahm 300 000 Pfund Sterling als einen fairen Tagelohn für eine faire Tagesarbeit.

Eine zweite Armee von vierzigtausend Mann marschierte gegen ihn auf. Er drillte seine kleine Schar von dreitausend Mann und nahm die Schlacht auf. Wieder gewann er. Und wieder machte er sich ein Vermögen.