Doch, um auf die Erde zurückzukommen, für den jungen Michael Faraday war kein goldener Löffel bereit. Die Nahrungsmittel waren teuer — der Lohn des Schmiedes war niedrig, und so gab es für ihn überhaupt keinen Löffel. Seine Mutter gab ihm einmal in der Woche einen Laib Brot — das war alles.

Was seine Schulbildung anbetrifft, so hatte er wenig oder gar keine. Kaum konnte er gehen, mußte er Geld verdienen.

Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, daß Faraday, der einer der höchstgebildeten Männer Englands wurde, Oxford niemals sah, bevor er dahin ging, um seine Professoren zu unterrichten.

Mit dreizehn Jahren hatte der junge Michael Glück. Er wurde als Laufjunge in einer Buchhandlung in der Nähe von der Baker-Street angestellt. Hier fand er zum ersten Male in seinem Leben Zeitungen und Bücher.

Eines schönen Tages, als er gerade vierzehn war, fand er ein kleines Buch über Chemie. In diesem Augenblick begann seine Laufbahn.

Er begann abends Experimente zu machen. Er wohnte in einem ganz kleinen Schlafzimmer im Hause des Buchhändlers; eine gutmütige Köchin stellte ihm dort aus ihrer Speisekammer das Material für diese Experimente bei.

Mit zweiundzwanzig Jahren bekam er ein Geschenk, das für ihn mehr wert war als alles Gold der Bank von England; einer seiner Kunden gab ihm eine Anweisung auf einen Lehrkurs bei Sir Humphry Davy, dem größten Chemiker seiner Zeit.

Er fiel auf bei diesen Vorlesungen — der schlanke bleiche Bursche mit den neugierigen Augen. Er war der jüngste unter den Anwesenden. Er machte sich Notizen und stellte aus ihnen ein illustriertes Buch zusammen. Als er soweit war, gab er es auf, sich vom Schicksal treiben zu lassen und beschloß, für sich selbst zu handeln. Er schrieb an Sir Humphry Davy, schickte ihm sein Buch und bat um eine Anstellung als Eleve der Wissenschaft.

Sir Humphry schickte nach ihm, fand Gefallen an ihm und verschaffte ihm eine Anstellung als Assistent im Laboratorium der »Royal Institution«. Er begann mit fünfundzwanzig Schilling Wochenlohn.

Nun hatte er seine eigene Leiter zum Ruhm gefunden,