und er stieg ihre Sprossen im Gleichmaß hinan, bis er den Gipfel erreichte.
Seine erste Aufgabe war, Sir Humphry selbst auf einer zwei Jahre währenden Europa-Reise zu begleiten. So lernte er die Gelehrten von Paris, Genua, Florenz, Rom, Neapel und Genf kennen. Mit fünfundzwanzig Jahren veröffentlichte er seine ersten wissenschaftlichen Artikel. Dann, mit neunundzwanzig, machte er seine große Entdeckung der elektromagnetischen Rotationen.
Das war die Geburt des elektrischen Motors, der heute unsere Omnibusse, unsere Straßenbahnen, unsere Maschinen bewegt. Faraday hat diese Entdeckung vor über hundert Jahren gemacht.
Im nächsten Jahre verliebte er sich und heiratete ein einfaches Mädchen, das in dem Nachbarkirchenstuhl in der kleinen Kapelle saß, in der er jeden Sonntag dem Gottesdienste beiwohnte. Ihr Name war Sarah Barnard.
Sie lebten dann ununterbrochen glücklich — 46 Jahre —, blieben aber kinderlos.
Mit 32 Jahren war er einer der führenden Gelehrten der Welt. Er war Mitglied der Royal Society und einer der Direktoren der Royal Institution, bei der er mit 25 Schilling Wochenlohn begonnen hatte.
Jetzt kam die Gelegenheit, reich zu werden: Große Summen wurden ihm geboten, um seine Mitarbeit als Chemiker zu gewinnen. Er besprach die Sache mit seiner Frau, und sie kamen zu dem Beschluß, daß er keine Zeit habe, um reich zu werden.
Er begann eine Arbeit, die 23 Jahre dauerte, sein großes Buch über »Experimentelle Forschungen in der Elektrizität«. Dieses Buch führte die Wissenschaft der Elektrizität von Morgendämmerung zu hellem Tage. In fünfundsiebzig Jahren wurde es in mancher Beziehung bis heute noch nicht überholt.
Faraday war ein Philosoph nicht weniger als ein Gelehrter. Es war
die große Leidenschaft seines Lebens,