Oft war er am Ende seines Witzes, wenn es um Geld ging.

Einmal mußte er seine goldene Medaille für 50 Pfund Sterling verkaufen.

Ein reicher Freund bot ihm eine jährliche Pension von 400 Lire, aber er wies sie zurück; denn seine Unabhängigkeit zog er allem anderen vor.

Im Jahre 1876 besuchte er die Vereinigten Staaten und setzte die Amerikaner durch sein klares, bestimmtes Denken in Erstaunen.

Er sprach vor einem großen Publikum in Baltimore. Diesen Amerikanern, die da saßen und Schmeicheleien erwarteten, sagte er:

»Ich kann nicht sagen, daß mir eure Macht und der Reichtum eurer natürlichen Hilfsquellen den geringsten Eindruck machen. Umfang ist keine Größe. Ausdehnung eines Landes macht noch keine Nation. Die große Frage ist: Was werdet ihr mit all diesen Dingen anfangen? Die einzige Bedingung des Erfolges ist der moralische Wert und die intellektuelle Klarheit des einzelnen Bürgers.«

Schon im Jahre 1887 — lange vor Taylor und Emmerson — empfahl Huxley wissenschaftlichen Betrieb und wissenschaftliche Organisation als »unerläßlich für unsere Wohlfahrt«.

Er war ein Mann von überwältigender Erscheinung: viereckige Stirn, viereckige Wangen, ein fester Mund und tiefliegende, blitzende Augen. Seine Erscheinung erinnerte an Kraft und Geradheit. Er war ein Meister klarer, kraftvoller Sprache. Wer ihn hörte, vergaß niemals seine suggestive Wirkung und seine Würde.

Er lehrte uns, daß auf die Dauer nichts so praktisch, nichts so nutzbringend und nichts so moralisch ist als die Wahrheit.

Frederick Winslow Taylor.