Mehrere Jahre arbeitete Taylor unter William Sellers, einem berühmten Ingenieur. Eines Tages beklagte er sich bei Sellers, daß ein übelgelaunter Vorgesetzter ihn schlecht behandle. Er brachte seine Beschwerde bei Sellers ziemlich ausführlich vor. Sellers wartete die Beschwerde geduldig ab und antwortete dann:
»Das alles führt mir lebhaft vor Augen, daß Sie noch ein junger Mann sind. Lange bevor Sie so alt sind wie ich, werden Sie herausgefunden haben, daß Sie gelegentlich eine ganze Menge Schmutz zu sich nehmen müssen, und Sie werden darauf losgehen und ihn so lange zu sich nehmen, bis Ihre Verdauung ernstlich gestört ist.«
Der junge Taylor nahm sich diese Antwort zu Herzen, und er beschloß fortan, seinen Charakter nicht durch Klagen und Verstimmungen schwächen zu lassen.
Einmal, als er sich schon zum Leiter einer kleinen Abteilung emporgearbeitet hatte, war ein Wasserabzug verstopft. Dieser Abzug war 25 Fuß unterhalb der Fabrik. Er schickte Leute hinunter, ihn frei zu machen. Sie arbeiteten daran mit langen, aneinander befestigten Stäben, aber erfolglos. Sie berichteten, daß man die Leitung aufgraben müsse.
Das hätte den Betrieb der Fabrik mehrere Tage lahmgelegt: Taylor beschloß daher, den Abzug selbst freizumachen. Er legte seine Kleider ab, zog einen Arbeitsanzug an, band Schuhe an seine Ellbogen und Knie und stieg in den Abzug. Mehrere Male mußte er seine Nase in die Wölbung des Abzugs heben, um nicht zu ertrinken.
Er kroch in der Dunkelheit über hundert Meter vorwärts. Er fand das Hindernis, zog es heraus und kroch durch das Schmutzwasser zurück.
Er war über und über mit Schmutz bedeckt, aber er hatte gesiegt.
Seine Arbeitsgenossen lachten ihn aus, aber der Präsident der Gesellschaft vernahm die Geschichte und erzählte sie den Verwaltungsräten. Taylor hatte der Gesellschaft viele hundert Pfund erspart. Dafür erhielt er eine weitere Beförderung.
Er war keineswegs weichlich. Er war grob und fluchte häufig. Wenn er erregt war, war seine Sprache meistens zu lebhaft persönlich und bezeichnend, um druckfähig zu sein.
Als ihn einmal ein Parlamentsausschuß wegen seiner Ausdrucksweise tadelte, sagte er, sich entschuldigend: