»Ich fürchte, meine Herren, daß meine Jugenderziehung sehr vernachlässigt war.«
Man konnte Taylor nichts einreden. Narren machten ihn ungeduldig. Und wie jeder starke Mann verachtete er jeden Schwindel.
Seine Intelligenz war zu groß, um sich um Haarspaltereien zu kümmern. Wenn er einen Kragen und eine Halsbinde anhatte, war es gut; wenn nicht, was lag daran? Er verschwendete keine Zeit an Unwesentlichkeiten.
Dennoch war er im höchsten Sinne von guter Abkunft. Die Vorfahren seines Vaters gehörten zu den »English Friends«, und seine Mutter stammte aus einer Puritanerfamilie namens Spooner, die mit der »Mayflower« nach Amerika gegangen war und zu den Mitbegründern der ersten englischen Kolonie in der Neuen Welt gehörte.
Taylor aber machte sich nichts aus hoher Geburt und sehr wenig aus Erziehung. Er kannte keine Art Prahlerei. Er zog Arbeiter Professoren vor.
Er mochte weder Arbeiterführer noch Direktoren leiden. Sein ganzes Leben lang bekämpfte er beide. Die einen wären so schlimm wie die anderen, sagte er, im Verhindern von Verbesserungen.
Er war ein Anhänger der Ausbildung von Angestellten, nicht aber der Fürsorgetätigkeit. Er hatte für die Verhätschelung der Arbeiter nichts übrig. Er befürwortete, sie anständig zu behandeln, es aber ihnen zu überlassen, mit ihrem eigenen Leben anzufangen, was ihnen beliebte.
Taylor arbeitete mit seinen Leuten. Er fürchtete sich nicht vor ihnen. Wenn sie etwas falsch machten, so sagte er es ihnen in einer Art, die sie nie wieder vergaßen. Er war kein bequemer Vorgesetzter, aber er war gerecht. Er war immer ein Mann unter Männern.
Taylor war der Ansicht, daß die Industrie ebenso bestimmte Regeln kennen sollte wie der Boxkampf.
»Fouls« und Nierenschläge sollten verboten sein. Keine Firma dürfe versuchen, ihre Arbeiter zu berauben, kein Arbeiter sollte versuchen, seine Firma zu berauben.