Sein Leben lang war
Carnegies Motto: »Mehr!«
Er erwarb mehr — verschenkte mehr — tat mehr als irgendein anderer, vielleicht mit Ausnahme von Rockefeller.
Carnegie wurde im Jahre 1835 in einer kleinen Hütte in Schottland geboren.
Sein Vater war ein Weber — arm und unzufrieden —, eine Art lokaler Arbeiterführer.
Als er ein kleiner Junge von zehn Jahren war, sparte er vier Schilling sechs Pence und kaufte eine halbe Kiste Orangen. Mit diesen ging er von Tor zu Tor hausieren und verdiente zwei Schilling sechs Pence.
Als er dreizehn Jahre alt war, veranlaßte Arbeitslosigkeit die ganze Familie, nach Amerika auszuwandern. In einem kleinen Segelboot legten sie die Strecke in 49 Tagen zurück (nicht in 16 Stunden mit dem Flugzeug!).
Der kleine Andy fand sogleich eine Stellung als Boy, mit fünf Schilling die Woche. Sein Vater arbeitete in einer Baumwollspinnerei; seine Mutter wusch. Sie lebten in einer engen Gasse, die Barefoots Square hieß.
In einigen Wochen wurde Andy zum Heizer befördert und erhielt sieben Schilling die Woche. Ein Jahr später verdiente er als Telegraphenbote zwölf Schilling die Woche. Er hatte so gut wie keine Schulbildung, aber er las mit großem Eifer. Seine Vorliebe für Bücher lenkte die Aufmerksamkeit eines freundlichen Mannes, des Colonel Anderson, auf ihn, der dem schottischen Jungen die Benutzung seiner Bibliothek gestattete.
Diese Bibliothek machte Carnegie zu dem, was er geworden ist. Sie entwickelte ihn aus einem Laufburschen zu einem Führer der Menschheit.