Auch in seiner philanthropischen Betätigung wandte Carnegie eine ganz bestimmte Politik an —
den Menschen zu helfen, die sich selbst zu helfen versuchten.
Niemals gab er etwas, um dem Untergegangenen zu helfen. Er hielt nichts von Wohltätigkeit im gewöhnlichen Sinne.
Er baute dreitausend Bibliotheken und gab für sie zwölf Millionen Pfund aus.
Eine weise und edle Tat: die Tore des Wissens Millionen Menschen in Englisch sprechenden Ländern zu eröffnen.
Er stiftete zehn Millionen Pfund für wissenschaftliche Forschungen, fünf Millionen Pfund für technische Schulen und zwei Millionen Pfund den schottischen Universitäten.
Er baute den Friedenstempel im Haag — ein schneeweißes Gebäude, das die Welt nicht verdient hat.
Für sich selbst verausgabte er sehr wenig. Seine einzige Extravaganz war Reisen; und er betrachtete Reisen stets als eine geschäftliche Notwendigkeit.
Er hat den Atlantischen Ozean über siebzigmal gekreuzt. Er war Ehrenbürger von vierundfünfzig britischen Städten. Im Jahre 1902 wurde er zum Präsidenten des Britischen Eisen- und Stahlinstituts erwählt. Er überschüttete britische Städte, und besonders Dunfermline, seine Geburtsstadt, mit Geschenken. So kann man ihn mit Recht als einen Briten ansehen.
Sein Geschmack war der denkbar einfachste. Er war ein Leichtgewichtmann, nur fünf Fuß vier Zoll groß. Er wog nicht mehr als vier Fuß einer Stahlschiene.