Von Anfang an betrachtete er das Geschäft als ein Spiel. Er ließ sich niemals, wie die meisten von uns, vom Gelde beherrschen.

Er war ein Mann mit dem Herzen eines Jungen, stets eifrig, enthusiastisch und rasch handelnd. Sein Gehirn schäumte dauernd von neuen Ideen über für die Verbesserung des Menschengeschlechts.

Er benahm sich weit weniger würdevoll als ein durchschnittlicher Schreibknecht. Ich habe ihn auf dem Boden seiner Bibliothek in seinem Neuyorker Hause herumkriechen und dort Karten und Papiere ordnen sehen.

Er kümmerte sich nicht im geringsten um Äußerlichkeiten. Er wollte sein Spiel spielen und gewinnen.

Seine Lieblingsdinge waren: Stahl, Bibliotheken, Frieden, Demokratie und — bis zu einem gewissen Grade — Wissenschaft und Musik. Er war ein starker Anhänger der Liberalen Partei in England. Seine besten Freunde waren Bryce und Morley.

Er hatte eine Leidenschaft für Bücher. Er sagte einmal:

»Wenn ich mein Leben noch einmal zu beginnen hätte, würde ich am liebsten Bibliothekar werden.«

Er verabscheute gestärkte Wäsche und modische Gesellschaft. Er hatte keine Privatjagd und keinen Salonwagen. Er vermied die Gesellschafterei. Er heiratete mit 52 Jahren, und seine Frau widmete sich dem Haushalt. Sie hatten eine Tochter — ein zartes Mädchen, die einen jungen Eisenbahndirektor heiratete. Hätte sie einen Herzog geheiratet, es hätte Carnegie das Herz gebrochen.

Er war ein guter Arbeitgeber — immer der erste, die Löhne zu erhöhen. Er sparte niemals durch Verkürzung der Löhne seiner Arbeiter, sondern nur durch Verbesserung der Maschinen.

Er verdiente tonnenweise, aber es war alles reines Geld. Er machte niemanden ärmer. Er erwarb es als Lohn seiner Führerschaft. Als er zur Welt kam, kostete Stahl einen Schilling das Pfund — er brachte den Preis auf weniger als einen Penny.