James Watt ist in Greenock im Jahre 1736 geboren. Zu jener Zeit gab es noch keine Fabriken, Eisenbahnen, Dampfschiffe, Maschinen, freie Schulen, Einheitspostgebühren oder Freihandel.

Er war ein zarter Junge. Er genoß wenig Schulbildung. Er wurde hauptsächlich von seiner Mutter unterrichtet.

Er war ein eifriger Leser guter Bücher. Mit fünfzehn Jahren hatte er »Die Elemente der Philosophie« zweimal gelesen.

Sein Vater und sein Großvater waren tüchtige Mechaniker, und so verwendete der kleine »Jamie« seine Zeit auf drei Dinge: 1. Spielzeugmaschinen zu machen, 2. ernste Bücher zu lesen, 3. in den Wäldern herumzustreifen.

Er liebte es, Experimente zu machen.

Und einmal studierte er eine Stunde lang den Teekessel. Er bedeckte den Ausguß, um die Hebekraft des Dampfes zu erproben. Seine Tante, die dabei saß, warf ihm vor, daß er seine Zeit damit verschwende, mit Dampf zu spielen.

Als er siebzehn Jahre alt war, starb seine Mutter, und sein Vater wurde plötzlich arm. James ging nach Glasgow und bekam eine kleine Anstellung, in der er Brillen, Angelruten und dergleichen reparierte.

Mit 19 Jahren kam er nach London. Es war im Jahre 1755. Es war eine äußerst gefährliche und unbequeme Reise, eine Reise zu Pferde. Zwölf Tage saß James im Sattel. Das war das erste große Ereignis seines Lebens. (Dank Watt können wir heute von London nach Glasgow in acht Stunden reisen!)

Watt blieb in London. Er arbeitete in einer kleinen Werkstatt in Cornhill, wo er wissenschaftliche Instrumente herstellte. Dann kehrte er nach Glasgow zurück.

Er wurde berufen, die wissenschaftlichen Instrumente der Universität Glasgow zu reparieren. Das war das zweite große Ereignis seines Lebens.