Verschiedene Professoren wurden auf seine Arbeit aufmerksam. Sie gaben ihm einen Arbeitsraum in der Universität. Hier reparierte Watt die Apparate der Universität und machte auch Fischereigeräte für fremde Kunden. Er beschäftigte sich sogar damit, eine verbesserte Orgel herzustellen.
Als Watt 23 Jahre alt war, trat das dritte große Ereignis ein — er fand ein altes Modell einer Dampfmaschine in der Universität. Natürlich war es keine verwendbare Dampfmaschine. Es war eine, die nicht laufen wollte. Aber sie faszinierte Watt; er begann sofort, den Dampf zu studieren.
Zunächst begegnete er einem sehr ernsten Hindernis — die meisten Artikel über Dampf waren französisch und italienisch geschrieben. Sehr wenige gab es im Englischen. Was tat Watt? Er fing sofort an, Französisch und Italienisch zu lernen und blieb beharrlich dabei, bis er die Artikel über Dampf lesen konnte.
Im Jahre 1764 heiratete er eine hilfreiche Frau. Sein Geschäft ging gut. Er hatte sechzehn Arbeiter und verdiente jährlich gegen 600 Pfund rein.
Er dachte jetzt einzig und allein an Dampf, und an nichts anderes. Im Jahre 1765 schrieb er seinem Freund:
»Alle meine Gedanken gelten jetzt nur noch dieser Maschine.«
Er verfertigte ein rohes Modell. Es wollte nicht arbeiten. Er machte ein zweites, und es wollte nicht arbeiten. Hernach ein drittes und ein viertes.
Es gab zu dieser Zeit keine Werkstatt der Welt, die einen vollständigen Zylinder herstellen konnte. Das verursachte Watt so viel Schwierigkeiten.
Er vernachlässigte sein Geschäft. Er geriet in Schulden. Da kam das vierte große Ereignis — er lernte Dr. Roebuck, den Begründer der Carron-Eisenwerke, kennen.
Dr. Roebuck war der erste Mann, der es wagte, Geld in Dampf anzulegen. Er gab Watt 1000 Pfund, um seine Schulden abzuzahlen. Dagegen gab ihm Watt ein Zweidrittelinteresse an der Dampfmaschine.