Er veröffentlichte »Worte von Herz zu Herzen«, einfache, freimütige Artikel über Gefühlsangelegenheiten. Er stellte den tüchtigsten Arzt an, den er finden konnte, um jungen Müttern Rat zu erteilen. Mehr als 90 000 Säuglinge wurden durch den Rat und die persönliche Hilfe des »Ladies’ Home Journal« aufgezogen.

Bok richtete eine Dienstabteilung im Zusammenhang mit seiner Zeitschrift ein; er stellte 35 Redakteure an, die Anfragen brieflich zu beantworten hatten, und sie beantworteten über eine Million Briefe jährlich.

Er inserierte. Er entwarf seine eigenen Anzeigen. Er gab 400 000 Dollars jährlich für seine Anzeigen aus.

Er zeigte, wie man ein besseres Heim erbauen könne. Er verkaufte Pläne für nette Häuser um 5 Dollars das Stück. Dann zeigte er, wie man ein solches Heim einrichten solle. Er erklärte die Bedeutung des guten Geschmacks.

Er ging noch weiter und lehrte seine zwei Millionen Frauen, die Kunst zu schätzen. Er reproduzierte vierzig der größten Gemälde der Welt und schenkte seinen Lesern siebzig Millionen Reproduktionen.

Nicht immer hatte er Erfolg. Einmal versuchte er, da er ja bloß ein Mann war, der Herrschaft der Pariser Mode ein Ende zu machen, und es mißlang. Er erfuhr zu seinem Schaden, daß die Eitelkeit ihre eigenen Wege gehen will.

Während des Krieges mobilisierte Bok seine zwei Millionen Frauen. Er ließ sie alle an die Arbeit gehen, Geld aufzubringen und den Soldaten Bequemlichkeiten zu schaffen. Im Jahre 1917 ging er selbst an die Front.

Im Jahre 1919 zog er sich vom Geschäft zurück. Seine Lebensphilosophie ist, daß ein Mann sein Leben in drei Teile teilen sollte: 1. Erziehung, 2. Vollbringung, 3. Dienst.

Dies der Grund, warum er sich mit 56 Jahren vom Geschäft zurückzog. Er wünschte den Rest seines Lebens ohne Bezahlung zu arbeiten, um die verworrenen Knoten menschlicher Angelegenheiten zu entwirren.

»Niemand«, sagte er, »hat ein Recht, die Welt so schlecht zu verlassen, wie er sie vorgefunden hat.«