Gillette und sein dummes Rasiermesser wurden neun Jahre lang ausgelacht — an diesen Punkt muß man sich erinnern. Jeder Kapitalist, den Gillette im Verlaufe dieser neun Jahre kennenlernte, hätte für einen Pappenstiel einige dieser Gillette-Aktien bekommen können.
Im Jahre 1901 fand Gillette einen Meistermechaniker — W. E. Nickerson —, einen Mann von ungewöhnlicher Geschicklichkeit. Er vervollkommnete das Rasiermesser, und eine Gesellschaft wurde gebildet.
Aber bis zum Jahre 1902 konnte kein einziger Rasierapparat verkauft werden. Niemand wollte ihn haben. In Verzweiflung begann Gillette die Rasierapparate zu verschenken.
Einen davon gab er einem Geschäftsmann namens John Joyce. Joyce rasierte sich damit. Er gefiel ihm. Er kaufte für 12 000 Pfund Aktien.
Die kleine Rasierapparate-Gesellschaft begann dann zwar einige Rasiermesser zu verkaufen, aber Gillette mußte sich und seine Familie durch den Verkauf von Stahlkorken in England und den Staaten erhalten.
Im Jahre 1904 betrat der richtige Reklamemann die Bühne. Ich weiß nicht, wie er hieß, aber er war das letzte Glied in der Kette des Erfolges.
Der Rasierapparat begann zu gehen.
Geld in Fülle ergoß sich über Gillette.
Sein langjähriger Chef im Stahlkorkengeschäft kaufte für 8000 Pfund Aktien und ist heute mächtig froh, daß er es getan hat.
Gillette war klug genug, eine große Anzahl Aktien für sich selbst zu behalten. So war sein Traum mit 49 Jahren Wahrheit geworden.