Anm. 1. Stehen zwei oder mehrere Eigenschaftsw. ohne Geschlechtsw., Für- oder Zahlw. vor einem Hauptw., so biegen sie im 1. F. der E. u. M. wie das best. Geschlechtsw.; in den übrigen F. biegt nur das erste in dieser Weise; die andern biegen schwach; 1. F. guter, braver Mann; 2. F. guten, braven Mannes; 3. F. gutem, braven Manne; 4. F. guten, braven Mann etc.

Anm. 2. Steht ein Umstandsw. vor einem Eigenschaftsw. so darf Ersteres nicht biegen. Man darf also nicht sagen: ein ganzer braver Mann, sondern ein ganz braver Mann.

§. 11. Die Eigenschaftsw. können gesteigert werden. Es giebt 3 Stufen der Steigerung (Gradbiegung — Comparation). 1. Stufe (Positiv), 2. Stufe (Comparativ), 3. Stufe (Superlativ).

1.2.3.
schönschönerschönst — am schönsten
nahenähernächst — am nächsten
hochhöherhöchst — am höchsten
vielmehrmeist — am meisten
gutbesserbest — am besten

Beisp.: lang, niedrig, scharf, klug, stolz, faul, süß, kalt, warm, arm, stark, krumm, breit.

Anm. 1. Todt, mündlich, ganz, recht, bleiern, wahr, leer etc. haben keine Steigerung.

Anm. 2. Die 2. u. 3. Stufe biegen in derselben Weise wie die erste Stufe.

Anm. 3. Wie = 1. Stufe; als = 2. Stufe. Karl ist so schnell wie Fritz. Anton ist schneller als Julius.

Anm. 4. Oft wird die Steigerung durch die Wörter: äußerst, höchst, sehr, vorzüglich etc. ausgedrückt.

§. 12. Die Eigenschaftsw. erfordern oft bestimmte Fälle. Es haben: