Bleibenbliebgeblieben: leihen, meiden, preisen, reiben, scheinen, schreiben, schreien, treiben, weisen.

Blasenbliesgeblasen: braten, fallen, halten, hauen, heißen, laufen, rufen.

Fahrenfuhrgefahren: backen, graben, schaffen, schlagen, tragen, wachsen, waschen etc.

§. 26. III. Gemischte Biegung der Zeitwörter.

Die Zeitwörter dieser Biegung haben Ablautung und Umendung:
Brennenbranntegebrannt: kennen, nennen, rennen.
Sendensandtegesandt: wenden.
Denkendachtegedacht: bringen.
Dürfen: ich darf, dürfe, durfte, gedurft.
Können: ich kann, könne, konnte, gekonnt.
Mögen: ich mag, möge, mochte, gemocht.
Sollen: ich soll, solle, sollte, gesollt.
Wollen: ich will, wolle, wollte, gewollt.
Müssen: ich muß, müsse, mußte, gemußt.
Wissen: ich weiß, wisse, wußte, gewußt.


Bemerkungen.

1. Die zielenden Zeitw. werden mit haben verbunden. Die ziellosen Zeitw. werden theils mit sein, theils mit haben verbunden. Einige Zeitw. haben sein und haben: ich bin gefahren; ich habe gefahren. Die Zeitw. begegnen, folgen, weichen, gehen, kommen, fliehen, fliegen, wachsen, sterben etc. werden mit sein verbunden.

2. Die Vergangenheit (Imperf.), vollendete Vergang. (Plusq.) und vollendete Zukunft (Fut. II.) werden auch bezügliche Zeiten (relative) genannt, weil der Sprechende seine Aussage auf eine andere Aussage bezieht: Die Knaben spielten, als der Lehrer kam. Johann der muntre Seifensieder hatte oft gesungen, ehe ihn der Reiche störte. Der Winter wird vergangen sein, ehe du es ahnst. Die Vergangenheit (Imperf.) ist die Zeit, in welcher in der Regel erzählt wird: Die Schlacht blieb lange unentschieden. In diesem Falle wird sie auch unbezüglich gebraucht.

3. a. Sprechen wir ein Urtheil als bestimmt, als unabhängig, als Thatsache aus, so gebrauchen wir die Wirklichkeitsform: Er lobt den Schüler.