Anm. 1. Ich freue mich auf das Fest, — ich freue mich auf dem Feste. Ich schreibe an dich, — ich schreibe an dir (auf deinem Rücken). Ich schreibe in das Buch (ein), — ich schreibe in dem Buche. Er setzt sich über mich; aber: er sitzt über mir.
Anm. 2. Am = an dem; zur = zu der; über’s = über das; durch’s = durch das; in’s = in das u. s. w.
VII. Zeitwörter.
§. 20. 1. Die Zeitw. sagen aus, was Gegenstände thun oder was mit ihnen gethan wird. Sie antworten auf die Frage: Was thut ein Gegenstand? oder: Was wird mit einem Gegenstande gethan? Der Knabe schreibt. Was thut der Knabe? schreibt = Zeitw. — Der Hund wird geschlagen. Was wird mit dem Hunde gethan? wird geschlagen = Zeitw.
2. Aeußerlich erkennt man die Zeitw. daran, daß die Wörtchen ich, du, er vor dieselben gesetzt werden können.
§. 21. Es giebt:
1. Hülfszeitw. der Zeit: sein, haben, werden. Sie dienen zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten der Zeitw.
2. Hülfszeitw. der Aussageweise: können, dürfen, mögen (Möglichkeit); müssen, sollen, wollen (Nothwendigkeit) und lassen (Möglichkeit und Nothwendigkeit).
Anm. Ich kann, wozu ich Kraft habe. Ich darf, wozu ich Erlaubniß habe. Ich mag, wozu ich Lust habe. Ich muß, wozu ich gezwungen bin. Ich soll, wozu ich Befehl habe. Ich will, wozu ich den Entschluß habe.
3. Zielende (regierende) Zeitw. (V. transitiva). Sie haben eine That- und Leideform (Activ und Passiv): ich lobe und ich werde gelobt.