4. Ziellose (nicht regierende) Zeitw. (V. intransitiva). Sie haben keine Leideform: ich belle, aber nicht: ich werde gebellt.
5. Außer den genannten Zeitw. giebt es noch folgende: zurückzielende (V. reflexiva): sich grämen, sich wundern etc., wechselweiszielende (V. reciproca): sich schlagen, lieben etc. und unpersönliche (V. impersonalia): es regnet, es donnert etc.
§. 22. 1. Die Zeitw. können in der Ein- und Mehrzahl in drei verschiedenen Personen stehen: ich lobe, du lobst, er lobt, wir loben, ihr lobt, sie loben.
2. Die Zeitw. haben 3 Aussageweisen (Modi): die Wirklichkeit, Möglichkeit und die Nothwendigkeit oder den Befehl (Indicativ, Conjunctiv und Imperativ).
3. die Zeitw. treten in drei Haupt- und drei Nebenzeiten (Tempora) auf. Mit den Hauptzeiten verbindet sich der Begriff der Dauer, mit den Nebenzeiten der Begriff der Vollendung.
A. Hauptzeiten.
1. Gegenwart (Praesens).
2. Vergangenheit (Imperfectum) (Mitvergangenheit).
3. Zukunft (Futurum I.).
B. Nebenzeiten:
1. Vollendete Gegenw. (Perfectum) (Vergangenheit).
2. Vollendete Vergangenheit (Plusquamperfectum).
3. Vollendete Zukunft (Futurum II) (Vorzukunft).
Anm. Die Grundform (Infinitiv) des Zeitworts wird auch als Hauptwort, das Mittelwort (Participium) auch als Eigenschaftswort gebraucht: Geben ist seliger als Nehmen. Zürnende Worte sind brennende Pfeile. Getheilte Freude ist doppelte Freude. 4. Die Zeitw. unterliegen einer starken, schwachen und gemischten Biegung (Conjugation). Die Hülfszeitw. sein, haben und werden biegen abweichend.
§. 23. Biegung der Hülfszeitw. sein, haben, werden.
A.
Sein.