Korb — Körbe; plump — plumper; Wald — Wälder; kalt — kälter; Gang — Gänge; Storch — Störche; Bank — Bänke; Gans — Gänse; Fuß — Füße; Kranz — Kränze.

4. Zu Anfang einer Silbe steht das lange „ſ“; zum Schluß einer Silbe steht das „s“. Folgt „t“ auf „s“, so wird in der Regel auch als Nachlaut „ſt“ geschrieben.

Mäu-ſe, Mäus-chen, Aus-ſicht, Kunſt, daſſelbe, deßhalb.

§. 61. Die Dehnung der Selbstlaute a, e, o wird oft durch aa, ee, oo bezeichnet. Geht der Selbstlaut in den Umlaut über, so schwindet die Verdoppelung.

aa: Aal, Aar, Aas, baar, Haar, Maal, Paar, Saal, Saat, Staat, Waare, Härchen, Pärchen, Säle.

ee: Allee, Armee, Beere, Beet, Fee, Heer, Heerde, Idee, Kameel, Kaffee, Klee, leer, Livree, Meer, Moschee, Portepee, Schnee, See, Seele, Speer, Spree, Theer, — des See’s, die Seen, des Schnee’s.

oo: Boot, Loos, Moor, Moos, Böte, Loose, Moore, Moose.

§. 62. 1. Die Dehnung der Selbst- und Umlaute wird oft durch Hinzufügung des „h“ bezeichnet. Siehe auf die Grundform der Zeitwörter und beachte die Ableitung: Mehl, Lehm, Huhn, Ohr, zählen, fühlen, dröhnen; sah — sehen, ruht — ruhen, fröhlich — froh — froher.

2. Bei dem „i“ bezeichnet man die Dehnung, indem man ein „e“, ein „h“ oder ein „eh“ hinzufügt.

ie: die, dies, hier, nie, sie, viel, vier, wie, Harmonie, Kopie, Melodie, Paradies; — deklamiren, speculiren, illuminiren — iren; aber: regieren, spazieren; Quartier, einquartieren.