Zusammengesetztes Mikroskop zum Ueberlegen.
o Ocular, r Tubus, ob Objectiv, t Objecttisch, b Blendcylinder, s Spiegel, f Fuss, m Mikrometerschraube.
Viele der aus Frankreich zu uns kommenden Mikroskope haben noch einen Trommelfuss, d. h. das selbständige Stativ, welches bei den deutschen Mikroskopen Fuss, Tisch und Tubus verbindet, ist bei den französischen durch eine cylindrische Trommel aus Blech ersetzt, welche für den Zutritt des Lichtes zum Spiegel einen freien Ausschnitt hat. Die obere Fläche der Trommel bildet den Tisch und ist durch einen schmalen Blechfortsatz fest mit dem Tubus verbunden. Diese Art nennt man gewöhnlich Trommelmikroskope.
Taschenmikroskop im Etui.
Taschenmikroskope (französischen Fabrikats) sind seit circa 10 Jahren gleichfalls in den Handel gekommen, zu Preisen von 12–27 Rmk., ohne dass jedoch bei diesem verschiedenen Preise in dem optischen Werthe eine bemerkenswerthe Verschiedenheit zu erkennen wäre. Das sauber gearbeitete Etui (de, [Fig. 34]) ist 12 Ctm. lang, 3,5 Ctm. hoch. Darin liegt fest das kleine Mikroskop, an welchem nichts weiter fehlt, als die feinere Einstellungsvorrichtung. Die Einstellung geschieht durch Verschiebung des Tubus, sie ist übrigens leicht und bietet keine Schwierigkeit. Durch ein am unteren Ende des Stativs (g) befindliches Gelenk lässt sich das Mikroskop niederlegen und der Fuss (f) dem Stative parallel stellen. Der in einer Gabel hängende Spiegel (s) ist concav und um seine Axe drehbar. Der Tisch (t), welcher etwas sehr klein ist, hat zwei festsitzende Federklammern.
Aufgestelltes Taschenmikroskop.