Die Vergrösserungen reichen bis zum 50- bis 60fachen. Die Bilder sind klar und befriedigend scharf. Da diese Taschenmikroskope fabrikmässig dargestellt werden, so kommen darunter natürlich auch einige wenig brauchbare Exemplare vor. Diese muss man selbstverständlich nicht kaufen.


Ein Fehler an diesen Taschenmikroskopen, welche für wandernde Botaniker und Naturforscher, sowie für den Hausgebrauch ganz zweckmässig sind, ist der zu kleine Objecttisch.

[Fig. 36.]

Hager’s patentirtes Compressor-Mikroskop.

c Quetschring, f Druckfeder, d Druckhebel.

Compressor-Mikroskop. Dieses ist hauptsächlich für den Fleischbeschau construirt, es eignet sich aber auch sehr gut für die mikroskopische Untersuchung der vegetabilischen Gewebe. Es ist ein Mikroskop in Verbindung mit einem Compressorium. Letzteres besteht in einem Metallringe (c [Fig. 36]), welcher durch eine Metallfeder (f) auf den Objecttisch aufgedrückt wird. Durch einen Druckhebel (d) kann der Metallring beliebig gehoben werden. Das weiche Object (eins oder mehrere) wird zwischen 2 Objectgläser gegeben und zwischen den gehobenen Ring und den Objecttisch geschoben, der Ring dann sanft auf die Gläser niedergelassen. Um die Objectgläser zu schieben, wird der Ring entsprechend gehoben[2].

[Polarisationsmikroskop.]

[Fig. 37.]