Theodor brachte vor, was er zu sagen hatte. Er knüpfte daran an, daß
Herr von Klamm erklärt habe, daß er das Angebot von Knoops in
Ueberlegung ziehen wolle.
„Ja, aber ich muß dennoch ablehnen. — Sie wollen das, da Sie als Beauftragter des Geschäftsinhabers erscheinen, Ihrem Herrn Bruder mitteilen. — Sonst noch etwas?“ schloß Klamm und machte eine Bewegung zum Gehen, die hinreichend bewies, daß er mit dem Besuch ferner zu konferieren nicht wünsche.
Aber Theodor ließ sich nicht abschrecken. Er sagte nun das, was er klüglich zuerst nicht in Vorschlag gebracht, das, was er der Bank aber bereits mitgeteilt hatte.
Er bat Klamm, die Oberleitung zu übernehmen, erzählte, daß ein Kapitalisten-Konsortium die Sache kaufen, in eine Aktiengesellschaft verwandeln und grade ihn als Geschäftsleiter erwählen möchte. Man hoffe, daß sich Klamm auch mit einem Kapitalbetrag des ihm ja sehr bekannten Geschäftes beteiligen werde. Er fügte hinzu, daß sich Knoops ganz zurückziehen wollten.
Höchstens sei der junge Herr Knoop bereit, sich mit in den Aufsichtsrat einzureihen. Klamm überlegte rasch. Bei solcher Sachlage würde Adelgunde vielleicht keine Einwendungen erheben. Einen geringen Teil ihres Kapitals würde sie dann nur riskieren, und sicher würde er ihren Widerstand beseitigen, wenn er lediglich die Stellung des Vorsitzenden des Aufsichtsrates übernähme.
Thatsächlich würde er aber dann schon die Mittel und Wege finden, die
Zügel ganz in seine Hände zu bekommen.
Das klang dann ganz anders! Das stimmte dann mit dem überein, wozu sich auch sonst adlige Personen verstanden. Klamm konnte alle seine Wünsche erfüllen, wenn die Dinge sich so vollzogen.
Er erwiderte in diesem Sinne knapp und kurz und schloß:
„Ich wünsche aber mit der Bank selbst zu verhandeln! Welche ist es? —
Sie werden von dort über meine Entschließungen verständigt werden —“
Hierauf nickte er und machte abermals eine Bewegung, sich zu entfernen.