„Ich danke Ihnen, und ich bitte, daß Sie die immer gleichlautende
Niederträchtigkeit in den Ofen werfen. Und hier!“ fuhr er fort, zog ein
Schriftstück aus der Tasche und unterbreitete es Herrn Knoop.
„Ich bitte freundlichst, daß Sie dies Ihrer Beachtung würdigen.“
Herr Knoop nahm das ihm Gebotene, entfaltete es und las die nachstehenden Worte:
„Herr Alfred, Baron von Klamm-Gleichen, war, nachdem er den überseeischen Dienst verlassen hatte, während einer längeren Zeit mein Privatsekretär. Als solcher hat er sich seiner Aufgaben in vorzüglichster Weise entledigt, und kann ich Herrn von Klamm als eine durchaus vertrauenswürdige, in jeder Beziehung tadellose Persönlichkeit aufs Wärmste empfehlen.
Meine besten Wünsche für sein Wohlergehen begleiten ihn.
Fürst Alexander von Kroy.“
„Und weshalb trennten Sie sich von dem Fürsten, wenn die Frage erlaubt ist, Herr Baron?“ warf Herr Knoop hin, während er mit einer verbindlichen Geste das Schriftstück in die Hände Herrn von Klamms zurücklegte.
„Ich wünschte den Fürsten zu verlassen, weil ich mich verlobt und den Besitz meiner Braut mit Zustimmung meiner Schwiegereltern selbst zu verwalten die Absicht hatte.“
„Hm. — Und das hat sich nicht nach Ihren Voraussetzungen vollzogen?“
„Nein! Meine Braut starb kurz vor der Hochzeit. Inzwischen war die Stellung anderweitig besetzt, und überdies — ich habe mich neuerdings wieder verlobt, und warte nur des Augenblicks, heiraten zu können — paßte dann das alles nicht mehr zusammen.“