Die Mädchen verneinten. Es sei ihnen nichts gesagt. Die gnädige Frau oben (Klamms Mutter) habe um zwei Uhr mit Frau von Klamm reichlicher als sonst gefrühstückt, das Essen sei überhaupt abbestellt worden.

Die gnädige Frau habe gesagt, daß sie mit dem gnädigen Herrn in der Stadt speisen werde. Sie wollten nachher das Theater besuchen. So hätten sie verstanden.

Klamm nickte. Er wußte nun genug. Seine Frau hatte, wie ersichtlich, die
Gelegenheit benutzt, um sich einmal wieder ein Vergnügen zu verschaffen,
wie so oft, ohne ihn zu fragen, ihre Pläne gemacht und war trotz seines
Briefes fortgegangen.

Sein Mißvergnügen verstärkte sich, weil er starken Hunger spürte und die Zimmer kalt waren. Er hatte sich grade heute nach den Anstrengungen, die hinter ihm lagen, auf sein Haus und auf Gemütlichkeit gefreut. Und zu haben war natürlich nichts; und wenn doch, dauerte es sehr lange.

Er beschloß deshalb, nach der Stadt zurückzukehren, dort sogleich zu speisen, und seine Frau aufzusuchen. Er nahm an, daß sie Bescheid im Geschäft zurückgelegt hatte.

Er mußte sich in die Sachlage finden, so sehr er sich dagegen sträubte. Schon weil Adelgunde nicht allein abends zurückkehren konnte, mußte er sich auf den Weg machen.

Sie war mit der Bahn gefahren, statt das eigene Fuhrwerk zu benutzen. —

Während Klamm noch sann, regte sich draußen ein Geräusch.

Ein Mietswagen fuhr vor, und diesem entstieg — Adelgunde!

Sie war also, da sie ihn nicht gefunden, wieder zurückgekehrt!