„Ja, eben erzählte es mir der Jäger vom Grafen drüben in Edelmark. Unser
Herr Baron ist noch glücklich davon gekommen, er hat es sogar zuerst
gemerkt und hat gleich vorgebeugt. Er ist während des Fahrens auf das
Trittbrett geklettert und ist nach der Maschine gegangen.

„Da hat der Lokomotivführer den Zug zum Halten gebracht.

„Nu ist man einiges Vieh verunglückt; wären sie noch etwas weiter gefahren, hätte es ein großes Malheur gegeben.“

„So — so —! Das ist ja sehr erfreulich, daß alles so gut abgegangen ist. Wo kam denn Herr von Klamm her? Von Berlin?“ forschte Ileisa. Und gleich fügte sie hinzu:

„War Frau Baronin auch mit im Zug?“

„Ach, nein! Die nicht! Die ist ja schon gestern nach Berlin abgereist, ganz plötzlich! Wissen gnädige Frau das gar nicht?“

Ileisa verneinte. Es bemächtigte sich ihrer eine starke Spannung. Ein ahnendes Gefühl sagte ihr, daß Adelgundens Entfernung mit der Unterredung in Verbindung stehe, die zwischen ihr und Alfred stattgefunden hatte.

„Weshalb ist denn Frau von Klamm so plötzlich abgereist?“ warf sie, im
Ton gelassen, hin.

Die Frau machte eine geheimnisvolle Miene.

„Ich weiß es nicht genau. Ich hörte man, daß sie in der Küche allerlei sprachen. Der gnädige Herr und die gnädige Frau sollen sich mächtig erzürnt haben. — Sie bleibt auch in Berlin, er bleibt aber noch hier. Er kommt gleich; er ist schon unterwegs. Der Jäger sagte es.“