„Nur Fräulein Margarete hat mir während unserer Bekanntschaft freundliche Rücksichten erwiesen.“

Arthur zog die Lippen. Er wollte nun nichts mehr hören, es ergriff ihn eine gewisse Reizbarkeit. Er erhob sich nach den letzten Worten der Dame und sagte in einem ruhig bestimmten Tone:

„Ich bitte Sie dringend, keine Empfindlichkeiten hervorzukehren, und keine zu erzeugen, meine Gnädige. Es geschieht, wenn Sie so fortfahren, und statt Vorteile, werden Ihnen Nachteile erwachsen.

„Ich gebe Ihnen die bündige Erklärung nochmals, daß Sie über alles benachrichtigt werden, und daß Sie nicht zu kurz kommen sollen. Was ausblieb, wird nachträglich erfüllt werden.“

Damit griff er nach seinem Hut, wehrte mit einer wenig rücksichtsvollen
Bewegung den lästigen Hund von sich ab, und verließ nach formellen
Abschiedsworten das Gemach. —

* * * * *

Zweierlei beschäftigte die Familie von Knoop in Behrwalde außerordentlich. Arthur hatte, nachdem seine Mutter einen vergeblichen Versuch gemacht hatte, ihn zu sprechen, geschrieben, daß er eben vor einer Reise nach England und Frankreich stehe. Er wolle sich dort nach Kapital für ein geplantes großes internationales Unternehmen umsehen.

Er ersuchte seine Mutter in diesem Schreiben, seinen Vater zu veranlassen, Fräulein von Oderkranz die rückständige, von ihm zu zahlen unterlassene Vierteljahrsrate zuzusenden, und sie auch über die Rente zu verständigen, die Ileisa ferner erhalten würde.

Er hoffe, wie man sich auch zu seinen Entschlüssen stelle, daß man
Ileisa nicht beeinträchtigen, vielmehr sie und ihre Tante standesgemäß
befriedigen werde. Da er verzichte, so erwachse seinem Vater ja kein
Nachteil. Leben müsse doch seine Frau, und ohne Sicherstellung werde
Fräulein von Oderkranz in die Trennung nicht willigen.

Zum Schluß war noch die Bitte ausgesprochen, alles in Frieden und
Freundlichkeit zu behandeln. Aendern könne er seine Absichten nicht — es
würde schon die Zeit kommen, wo sich ihm die Seinigen mit anderen
Empfindungen wieder zuwenden würden.