„Wann und wo wollen wir uns morgen sprechen?“ ergänzte Klamm, indem er um der Umgebung willen seinen Mienen einen durchaus gleichgültigen Ausdruck verlieh.
„Ich werde bitten, ehestens meine Tante besuchen zu dürfen. Wird mir dies erlaubt, so werde ich an einem Ihnen noch schriftlich mitzuteilenden Tage gegen ein Uhr auf dem Potsdamer Platz am Rundteil sein können.“
Als Herr von Klamm eben antworten wollte, stand Margarete Knoop vor ihnen.
„Darf ich stören?“ fragte sie mit künstlicher Schelmerei im Ton. Sie hatte beide seit langem beobachtet und schon große Qualen empfunden. Auch sie hatte sich vorgenommen, heute einmal mit allem zwischen sich und Klamm aufzuräumen.
„Bitte, kommen Sie nach Beendigung des Kotillons eine Weile in den
Wintergarten,“ bat sie, während er mit ihr tanzte.
„Sie müssen mir bei der Bowle behilflich sein.“
„Zu Ihrem Befehl, gnädiges Fräulein,“ betätigte Klamm und zog sie unwillkürlich fester an sich.
Er stand zwischen drei Feuern.
Seine Tischnachbarin beargwöhnte ihn, nachdem er sich unvorsichtigerweise in ihre Hand begeben hatte. Ileisa gegenüber hatte er sich von seinen bisher zurückgedrängten Gefühlen fortreißen lassen.
Nun kam ihm Margarete in solcher Weise entgegen! —