Erst zog Theodor die Lippen. Gleich darauf aber trat ein cynischer
Ausdruck in seine Mienen und er stieß heraus:
„Ah! Du meinst, ich soll ihn —“ Hier machte er eine nicht mißzuverstehende Bewegung mit der Hand und lachte unangenehm anzüglich. Arthur aber ging auf diese Auslegung seiner Worte nicht ein; er ließ vielmehr einen abweisenden Ausdruck in seinen Gesichtszügen erscheinen und sagte:
„Nein, du irrst dich! — Wie sollte ich auf so etwas kommen.
„Weißt du, wir sprechen noch über die Sache, über das Wie. — Wo frühstückst du heute? — Hm — Hm — Ich schlage dir vor, daß wir bei Ewest in der Behrenstraße um ein Uhr ein Steak essen. Ich lade dich ein!“
Und ohne Theodors Antwort abzuwarten, da er dessen Zustimmung immer gewiß war, wenn er ihn zu einer Pikanterie einlud, schloß er:
„Also abgemacht! Ein Uhr, rechts im Zimmer mit der geschnitzten Thür. —
Jetzt habe ich hier noch vollauf zu thun.“
Dabei drückte er ihm in jener Art die Hand, durch die man jemanden höflich hinauskomplimentiert.
Nachdem der Onkel gegangen, war Arthur zunächst bemüht, den unvorteilhaften Eindruck dieser Scene bei dem Faktor zu verwischen. Was er gesagt hatte, war ihm in Wirklichkeit im Augenblick so herausgeschlüpft. ‚Dergleichen that man natürlich nicht bei ruhiger Ueberlegung.‘ Er sagte deshalb:
„Gewiß, Karlsen, man hätte es leicht, wenn man etwas von Hohensteins erfahren könnte. Aber natürlich meinte ich nur, daß man dem Faktor vielleicht Fragen stellen könne, aus denen man sich einen Vers zu machen im stande wäre.
„Einen Beamten zu Pflichtvergessenheiten zu verleiten, wie Herr Knoop annahm, kann mir doch nicht beifallen.“