Teut sah ihn an und schüttelte den Kopf; dann sagte er in einem milden
Ton:

„Zirp! Sie waren bisher leichtsinnig. Ich schätzte Sie aber als
Ehrenmann. Wäre es nicht besser, Sie beugten bei Zeiten einer
Katastrophe vor, die mir bei dieser Sachlage unausbleiblich erscheint?“

Zirp hatte sich erhoben und ordnete auf der Etagère Teuts zahlreiche Cigarrentaschen. Halb gärte es in ihm auf, halb packte ihn die bessere Einsicht. Endlich sagte er: „Ich sehe, daß Sie mir nicht helfen wollen. Bitte—“ unterbrach er seine Rede, als Teut eine Bewegung machte, „ich mache Ihnen daraus keinen Vorwurf. Da Sie aber in bester Absicht gesprochen haben—ohne Zweifel—wie soll ich mit Ihren Ratschlägen und Hindeutungen auf die Zukunft morgen meine Verpflichtungen erfüllen?“

Ohne eine unmittelbare Antwort zu geben, sagte Teut, sich gegen die Fensterbank lehnend und einen Siegelring an seiner kräftigen Hand drehend:

„Wer ist der Inhaber des Wechsels und wieviel sind Sie wirklich darauf schuldig?“

„Matt hat das Papier in Händen,“ ertönte es kleinlaut.

„Ich dachte es mir! Und wie viel empfingen Sie darauf?“

„Dreitausend Mark hat mir der Schuft gegeben.“

Teut sann einen Augenblick nach. Dann erhob er den Blick, sah Zirp freundlich an und sagte kurz entschlossen:

„Gut, dreitausend Mark und einen guten Zins über den landesüblichen will ich Matt zahlen, auch selbst den Kerl vornehmen und alles für Sie ordnen—“