Es wurde ein zu unternehmender Wagen- und Reitausflug nach Skodsborg besprochen. Die Herrschaften wollten auf der Rückkehr in Klampenborg speisen. Imgjor wurde von den Ihrigen ebenfalls aufgefordert, wich aber aus.

"Stimmen Sie doch zu, schöne Schwägerin!" ermunterte sie Curbière liebenswürdig. "Lassen Sie einmal die Kittelleute für sich selbst sorgen! Erinnern Sie sich, wie sie Ihnen jüngst begegneten, und vergessen Sie nicht, daß Sie auch Pflichten gegen die Ihrigen haben."

"Ich würde sehr gern teilnehmen"—entgegnete Imgjor, bei der Hitze die Aermel ihres Kleides etwas zurückgreifend und so ihren reizenden Arm freigebend—"aber ich will in diesen Tagen einen öffentlichen Vortrag halten, und da brauche ich alle meine Zeit äußerst notwendig."

"So halten Sie ihn nicht! Das Sternbild des Bären wird nicht vom Himmel herabfallen, wenn die Welt sich dessen entraten muß. Glauben Sie denn wirklich, daß dergleichen einen praktischen Nutzen hat?"

"Ich hoffe es, lieber Armand."

"Und welchen?"

"Daß die Menschen zum Nachdenken gelangen."

"Aber wir haben ja die vielen Orte, die stillen Kämmerlein und
lauschigen Plätze in der Einsamkeit der Gottesnatur, wo die
Erdenbewohner selbst dergleichen üben können! Wir haben zudem all' die
Kirchen und die vielen Prediger—"

Imgjor zog die Schultern.

"Liegt nicht eigentlich eine Vermessenheit darin, fortwährend andere belehren zu wollen, Imgjor?" fuhr er fort. "Wär's nicht besser, jeder verwendete seine Zeit auf sich? Jeder hat's dringend nötig! Ich wiederhole früher Gesagtes."