"Bitte, Ihnen morgen vormittag gegen zwölf Uhr wieder aufwarten zu dürfen—" und auf derjenigen des Marquis de Curbière die Notiz:

"Bedaure außerordentlich, Sie nicht getroffen zu haben! Wann darf ich
Sie sprechen?"

Da in diesem Augenblick das neue, von Imgjor statt der diebischen Dirne angenommene Mädchen, das Stiefkind der Witwe Holm, Gebine Holm, ins Zimmer trat, und nach ihren Befehlen fragte, wurden Imgjors Gedanken von ihren eigenen Angelegenheiten abgelenkt.

Sie hatte dem Kinde versprochen, für sein Fortkommen zu sorgen, und besaß nun selbst nichts!

Das beschäftigte Imgjor so sehr, daß sie erst Ruhe fand, als sie sich vorstellte, sie könne das junge Ding in Rankholm unterbringen.

Und dadurch wieder in ihren Vorstellungen gehoben, richtete sie einige bisher verschobene Fragen an Gebine.

"War jemand da, während ich fort war, Kind?" warf sie hin.

"Ja, gnädige Komtesse! Ein Mann wollte Sie sprechen—"

"Ein Mann oder ein Herr?—Wie sah er aus?"

"Es war—glaube ich—ein Matrose.—Ich fürchtete mich—"