"Ich danke Ihnen, Frau Gräfin. Wahrlich, also ein Kleinod, nicht nur schöner als fast irgend ein Weib, sondern innerlich von edelster Art, ein nur der Glätte bedürfender Diamant—"

"Sie finden Imgjor so schön?" fiel die Gräfin ein.

"Ja, gnädige Gräfin! Ich sah nie etwas gleiches, weder auf Bildern, noch im Leben, und ich glaube auch, einem schöneren weiblichen Wesen kaum je wieder begegnen zu können—"

"Dann müssen Sie Lucile kennen lernen! Nun, sie kommt ja nächstens. Da können Sie sich entscheiden!"

Axel machte eine Verneigung, dann sagte er:

"Können, wollen Sie mir also—ich bitte, noch einmal auf Komtesse Imgjor zurückkommen zu dürfen—bei meiner Werbung behilflich sein, Frau Gräfin?"

"Natürlich! Doch auf meine Weise und erst, wenn Sie sich wirklich entschieden haben. Es muß die Bekanntschaft mit Lucile vorangehen. Und eins ist gleich zu sagen, da ich Sie bereits als einen vertrauenswerten Freund betrachte: direkt kann ich Ihnen bei Imgjor nicht helfen!"

"Darf ich den Grund wissen?"

Der Gräfin Züge veränderten sich durch einen Ausdruck von düsterem
Ernst. Dann sprach sie in einem sanft gekränkten Ton:

"Mich—mich—meidet sie eher, denn daß sie mich sucht—"