Es war auch ersichtlich, daß die Einwohner etwas Besonderes dahinzog.

Dicht gedrängte Gruppen von Bürgern, Bauern und Feldarbeitern bewegten sich durch den Baumgang, alle waren in Eile, und aus der Umgegend kam noch fortwährend neuer Zuzug.

Axel beschloß, sich einen Platz drinnen zu suchen, auf dem er möglichst unbeachtet zuschauen konnte. Da er aber der Gelegenheit unkundig war, redete er einen älteren Bürger in dänischer Sprache an und erkundigte sich nach der inneren Einrichtung des Landhofes.

Da war ihm dann die Auskunft sehr erwünscht, daß sich eine große Gallerie rings um den Saal ziehe, und daß man sie durch einen vorhandenen, gesonderten Eingang betreten könne.

Und so machte er es. Unter der Führung seines Begleiters, eines ehrsamen Klempnermeisters, betrat er die Gallerie und fand bald einen Platz, von dem aus er den Redner ins Auge fassen und die Zuhörerschaft genügend übersehen konnte.

Vorläufig wogte unten noch alles durcheinander. Menschen drängten sich, Stühle wurden eingeschoben. Das Geräusch lebhaften Schwatzens erfüllte den Raum; nur der Redner selbst war noch nicht sichtbar.

Aber endlich erschien er, von dem brausenden Zuruf der Versammelten empfangen, und sprach mit einer lauten, wohlklingenden Stimme über das von ihm angekündigte Thema.

Und was er sagte, machte Eindruck, weil er seine Worte geschickt zu wählen wußte, weil er niemals den ruhigen Ton verließ, und weil er mit solcher Ueberzeugung von der Berechtigung der Forderungen und von der zweifellosen endlichen Erreichung des zu erstrebenden Zieles sprach, daß er die Zuhörerschaft völlig in seinen Bann schlug.

Zum Schluß entwickelte er, was zunächst zu geschehen habe, und eben das deckte sich genau mit dem Inhalt des Gespräches, das zwischen Imgjor und Lucile stattgefunden hatte.

Nachdem der Redner, ein Mann mit blondhellem Bart, tiefliegenden, dunklen Augen und blassen Zügen, unter nicht endenwollendem Beifall der Versammelten seine Ansprache beendet hatte, erklärte ein Bauer, der als Präsident der Versammlung vorstand, daß nunmehr die Redefreiheit eröffnet sei und daß zunächst Herr Doktor Prestö aus Kneedeholm das Wort nehmen werde.